Blähungen

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Die meisten Babies leiden regelmäßig unter Blähungen.

Der junge Darm muss sich erst an die Verarbeitung von Nahrung gewöhnen. Auch die Darmflora muss erst heranwachsen, denn im Mutterleib lebt das Baby in einer sterilen Umgebung.

Damit die Blähungen möglichst gering ausfallen, sollte man darauf achten, dass das Baby nach jeder Mahlzeit ein sogenanntes Bäuerchen macht, also aufstößt. Dazu hält man es sich aufrecht an den Oberkörper, sodass es über die Schulter schauen kann. Dann klopft man ihm sanft auf den Rücken. Nach einer Weile macht es dann sein Bäuerchen. Häufig kommt dabei eine kleine Menge Milch mit aus dem Mund. Das schadet dem Baby nicht, ist aber lästig, wenn es auf die Kleider der Eltern gerät. Daher legt man vorher am besten ein Baumwolltuch auf die Schulter.

Bei Stillkindern kann es gegen Blähungen helfen, wenn die Mutter auf blähende Speisen verzichtet. Dazu gehören Kohlarten, Zwiebeln, Knoblauch, Hülsenfrüchte und Schwarzwurzeln.

Bei Flaschenkindern sollte man darauf achten, dass das Loch im Sauger nicht zu groß ist. Besonders geeignet sind sogenannte Anti-Kolik-Sauger, die die Gefahr des Verschluckens mindern.

Trotz aller vorbeugenden Maßnahmen sind Blähungen bei Babies in den ersten drei Lebensmonaten sehr häufig.

Man erkennt sie am prall gespannten Bauch und dass das Baby die Beine krampfhaft anzieht.

Empfindliche Babies schreien sehr viel, wenn sie Blähungen haben, andere Babies können sich aber auch trotz Blähungen wohl fühlen.

Wann zum Arzt: Bei starken Problemen durch Blähungen.

Schulmedizin: Simeticon-Tropfen.

Selbstbehandlung: Fenchel-Tee, Bauchmassage mit Bäuchlein-Öl, Carum-Carvi-Zäpfchen, warmes Dinkelkissen auf dem Bauch, Tragen in Flieger-Haltung, diverse Beruhigungs-Methoden.



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