Durchfall

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Beim Auftreten von dünnem Stuhl muss man unterscheiden, ob es sich um den normalen Stuhl von Stillkindern oder um krankhaften Durchfall handelt.

Bei voll gestillten Kindern ist der Stuhl meistens dünn breiartig bis zu wässrig. Er wird manchmal auch mit einem prustenden Schwall entleert. Die Farbe ist meistens gelblich bis grünlich mit kleinen hellen Bröckchen, die aus geronnenen Milchresten bestehen. Stillkinder haben oft mehrmals am Tag Stuhlgang, manchmal aber auch mehrere Tage lang gar nicht.

Wenn es dem Stillkind gut geht, es Appetit hat und gedeiht, dann stellt dünner Stuhl im Normalfall kein Problem dar.

Anders sieht es bei Flaschenkindern aus. Der Stuhl von Flaschenkindern ist normalerweise pastös, ähnlich wie bei größeren Kindern oder Erwachsenen.

Wenn Flaschenkinder plötzlich dünnen Stuhl bekommen, dann handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um krankheitsbedingten Durchfall.

Durchfall ist für Babies sehr gefährlich, weil sie schnell austrocknen. Eine solche Austrocknung kann schnell lebensbedrohlich werden.

Das Baby braucht daher sehr viel Flüssigkeit, wenn es Durchfall hat. Geben Sie dem Baby Fencheltee, um die fehlende Flüssigkeit zu ersetzen. Bei schwerem Durchfall braucht es ein spezielles Elektrolytgetränk oder eine Tropf-Infusion.

Durchfall wird in den meisten Fällen durch eine Virusinfektion verursacht. Dann hat das Baby oft auch Fieber und erbricht sich zusätzlich (siehe Seite 89). Auch eine Nahrungsmittelallergie kommt als Ursache für Durchfall in Frage (siehe Seite 77).

Wann zum Arzt: Beim Auftreten von Durchfall.

Schulmedizin: Je nach Ursache. Ersetzen der Flüssigkeit durch Elektrolyt-Getränke oder Infusion.

Selbstbehandlung: Fenchel-Tee, Elektrolytgetränk aus der Apotheke.



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