Trinkprobleme

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Nicht alle Babies trinken immer mit Begeisterung. Manche Babies haben sogar ausgeprägte Trinkprobleme.

Die Ursachen für schlechtes Trinken sind sehr vielfältig. Manchmal gelingt es kaum, die individuellen Hauptursachen für das schlechte Trinken herauszufinden. Doch man sollte es versuchen, denn wenn es Ursachen sind, die man abstellen kann, ist allen Beteiligten geholfen.

Bei den Trinkproblemen gibt es natürlich Unterschiede, ob man stillt oder die Flasche gibt, beispielsweise kann Muttermilch nie zu heiß sein. Aber viele Gründe für Trinkprobleme können bei beiden Ernährungsformen gleichermaßen vorliegen.

Hier folgt eine Liste von relativ häufigen Gründen für Trinkprobleme. Die Liste ist jedoch keineswegs vollständig.

·       Gastrokolischer Reflex: Der Reflex, der zu Beginn einer Mahlzeit auf den Darm einwirkt, kann bei manchen Babies sehr schmerzhaft und erschreckend sein (siehe Seite 42).

·       Sodbrennen: Wenn ein Reflux vorliegt, hat das Baby möglicherweise schon beim Trinken unangenehme Empfindungen (siehe Seite 97).

·       Darmbakterien: Die Darmbakterien eines Babies sind noch nicht voll ausgebildet. Daher kommt es immer wieder zu Blähungen. Wenn das Baby das Trinken mit den Blähungen assoziiert, kann es zur Trinkunlust kommen. Meistens trinken Babies aber trotz Blähungen, weil sie den Zusammenhang noch nicht herstellen können (siehe Seite 78).

·       Schmerzen: Bei allen Arten von Schmerzen und Krankheiten kann der Appetit des Babies vermindert sein, beispielsweise bei Blähungen oder Zahnung.

·       Künstliche Gerüche: Die heute so verbreiteten Kunstgerüche können ein Baby stark irritieren. Dazu gehören beispielsweise Waschmittel, Weichspüler, Deo, Parfüm, Haargel, Gesichtscreme, Make Up, Rauch, Raumbedufter. Am liebsten riecht ein Baby natürliche Menschengerüche also beispielsweise Mamas Duft.

·       Fehlender Blickkontakt: Bei der Flaschen- oder Breifütterung ist der Blickkontakt sehr wichtig. Wenn dem Baby die Nahrung von der Seite gereicht wird, kann es möglicherweise keinen Bezug dazu finden.

·       Unbequemer Griff: Wenn beim Halten des Babies der Nacken zu stark abgewinkelt wird oder der Bauch eingeklemmt ist, kann es nicht entspannt trinken.

·       Falsche Temperatur: Wenn Flaschennahrung zu heiß oder zu kalt ist, wird das vom Baby als unerfreulich wahrgenommen.

·       Verschlucken: Wenn sich das Baby beim Trinken verschluckt, ist das unangenehm für das Baby. Beim Flaschefüttern kann man eventuell einen Sauger mit kleinerem Loch wählen. Beim Stillen kann man versuchen, das Baby zu beruhigen.

·       Zu grelles Licht: Wenn das Baby beim Füttern so gehalten wird, dass grelles Licht in sein Gesicht scheint, kann das für das Baby unangenehm sein. Das Licht sollte weder zu hell noch zu bläulich sein. Warmes Licht hat eine beruhigende Wirkung.

·       Müdigkeit: Möglicherweise ist das Baby zu müde zum trinken. Wenn das nur hin und wieder vorkommt, stellt das kein Problem dar. Wenn das Baby jedoch oft zu schwach zum Trinken ist, sollte man unbedingt einen Arzt hinzuziehen.

Wann zum Arzt: Bei häufiger Nahrungsverweigerung oder deutlicher Gewichtsabnahme.

Schulmedizin: Je nach Ursache.

Selbstbehandlung: Je nach Ursache.



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